ARTIKEL/TESTS / Im Detail: LinuxTag 2003 in Karlsruhe
Vorwort

Vom Donnerstag 10. bis zum Sonntag 13. Juli fand in diesem Jahr wieder der LinuxTag in Karlsruhe statt. Der LinuxTag ist eine Community organisierte Messe zur Vorstellung und Förderung freier Software, die versucht Fachkongress und Publikumsmesse zu vereinen. Dieses Konzept erfüllte seinen Zweck und wurde laut den Pressemitteilungen der Veranstalter ein voller Erfolg. So wurde die Veranstaltung auch vom bekannten Politiker Rezo Schlauch gelobt...

Aussteller und Besucher

Laut den Angaben der Veranstalter wurden die Erwartung zum LinuxTag 2003 bei Weitem übertroffen, und im gleichen Atemzug auch als "Einzige IT Messe in Deutschland mit enormen Zuwachs in 2003" gefeiert. Tatsächlich wurden auch insgesamt 19500 Besucher gezählt, was eine Steigerung um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. An Ausstellern waren vor allem viele namhafte Hersteller für Hardware vertreten. Darunter auch AMD, die gemeinsam mit der Universität Karlsruhe einen Server mit Dual-Opteron System vorstellten. Auf diesem lief selbstverständlich ein 64 Bit Linux Betriebssystem. Hier hat die Linux-Gemeinde Microsoft einiges voraus, da es auch schon Desktop Linux-Distributionen mit 64 Bit unterstützen gibt. Der Cluster mit den Opterons ist im Übrigen auch für die Kühlung der Prozessoren mit Wasser ausgelegt...

Außer Industriegrößen wie HP, Toshiba, OKI-Systems, SAP, SUN Microsystems, Red Hat, Oracle, Web.de AG und der Suse AG waren auch viele kleinere Unternehmen, die in irgendeiner Form mit freier Software Geld verdienen, zahlreich vertreten. Daneben gab es einige Verlage und Shops die sich speziell auf Freeware spezialisiert haben. Ein großer Anteil der Aussteller waren bekannte Linux-Projekte wie beispielsweise das Gnome-Projekt, an dessen Stand einige IPaq-PDA´s mit Linux zu sehen waren. Auch das XBox-Projekt war vertreten, wobei einige findige Linux Entwickler mittlerweile auf mehreren XBox´en lauffähige Linux-Distributionen zeigen konnten...

Deutschland - Linuxland

In der Kongresshalle stand ein WLAN-Accesspoint zur Verfügung um auch den Besuchern den Internetzugang auf der Messe zu gewährleisten. Daneben präsentierten sich auch dort einige Linux-Communities. Besonders interessant war eine Europa-Karte, auf der mittels Stecknadeln die Herkunftsorte der verschiedenen Communities markiert waren. Auffällig war dabei vor allem die fülle der deutschen Communities. Eine ähnlich Dichte gibt es nur noch in den Benelux-Ländern. Auch aus Moskau, Warschau, Paris und einigen spanischen Städten waren Communities vertreten. Einen besseren Eindruck über die Verteilung der einzelnen Gruppierungen vermittelt aber das folgende Foto der Karte...

Autor: Jeremias Radke
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