Prinzipiell haben wir bei den ausgiebigen Tests vier verschiedene Ziele verfolgt, um das Potenzial des Testkandidaten zu ermitteln. Zum einen war dies der Betrieb mit einfachen Auto-Settings, bei denen das BIOS bzw. das SPD des Speichers für das Setup von Timings und Spannungen verantwortlich waren, und zum anderen der Betrieb mit den vom jeweiligen Hersteller vorgegebenen Referenzwerten. Außerdem versuchten wir, unter Beibehaltung der Referenzfrequenz die Timings der DRAM-Chips auf ein Minimum zu reduzieren, um so ein Maximum an Performance zu ermöglichen. Dies geschah unter Einhaltung der Referenzspannung. Zuguterletzt machten wir uns auf die Jagd nach der höchstmöglichen Frequenz, wobei der Kerntakt des Core 2-Prozessors so genau wie möglich auf Ausgangsniveau (3,0 GHz) reguliert wurde. Bei der Messung der Maximalfrequenz wurde die Versorgungsspannung ebenfalls nicht über 2,0 Volt angehoben, um eine Beschädigung der sensiblen DDR3-DRAM-Zellen zu vermeiden. Immerhin entsprechen 2,0 Volt bereits einer Steigerung von 33 Prozent gegenüber der JEDEC-Referenz, die 1,5 Volt in den Spezifikationen verankert hat. Die Core-Spannung des Prozessors wurde während der gesamten Tests mit 1,35 Volt bei den Auto-Settings belassen, da das Overclocking der CPU nicht im Vordergrund stand.
Als Indikator für die erzielte Leistung diente jeweils die Leserate (aufgeführt sind jeweils die Latenzzeiten tCL, tRCD, tRP, tRAS sowie die Command Rate), die wir mithilfe der Freeware SiSoftware Sandra 2008 Lite gemessen haben. Sie finden die Ergebnisse übersichtlich in einer Tabelle angeordnet auf der jeweiligen Seite unseres Artikels. Abgesehen von nackten Benchmarks haben wir auch Messwerte im Bereich der Physik gesammelt und jeweils die Peak-Leistungsaufnahme des gesamten Systems (ohne Monitor; ohne EIST/C1E) unter Belastung des Speichers (Bandbreitenmessung) festgehalten.
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