NEWS / Die Entwicklung von Smart Homes und ihre Vorteile

Von den Anfängen bis hin zum Matter-Standard
Gestern 22:45 Uhr

Ein vernetztes Zuhause galt kürzlich noch als Spielerei. Smarte Thermostate, Sprachsteuerung und automatisierte Rollläden sind heute in vielen Haushalten üblich. Wer 2026 baut oder renoviert, wird sich zwangsläufig mit dem Thema Smart-Home-Ausstattung auseinandersetzen müssen. Doch wie hat sich diese Technologie in den vergangenen Jahren tatsächlich entwickelt, welche Geräte bieten im täglichen Gebrauch einen echten und spürbaren Mehrwert für die Bewohner, und worauf sollte man bei der sorgfältigen Planung eines vernetzten Zuhauses besonders achten, um spätere Probleme zu vermeiden? Dieser Ratgeber stellt wichtige Meilensteine vor, zeigt Alltagsvorteile auf und gibt praktische Tipps für das vernetzte Zuhause.

Smarte Thermostate, Sprachsteuerung und automatisierte Rollläden sind heute in vielen Haushalten üblich.

Smarte Thermostate, Sprachsteuerung und automatisierte Rollläden sind heute in vielen Haushalten üblich. (Bildquelle: pexels.com)

Vom vernetzten Thermostat zum intelligenten Zuhause: Die Meilensteine der Smart-Home-Entwicklung

Frühe Anfänge und der Durchbruch der Sprachassistenten

Die Idee, Haustechnik zentral zu steuern, reicht bis in die 1990er-Jahre zurück. Damals beschränkten sich die Möglichkeiten auf programmierbare Heizungsregler und einfache Zeitschaltuhren. Der eigentliche Wendepunkt kam um 2014, als Amazon mit dem ersten Echo-Lautsprecher Sprachsteuerung massentauglich machte. Google und Apple folgten kurz darauf mit eigenen Plattformen. Plötzlich ließen sich Lampen, Steckdosen und Musiksysteme per Zuruf bedienen – ohne aufwendige Verkabelung oder teure Zentralen. Für ein reibungsloses Zusammenspiel dieser Geräte braucht es allerdings eine leistungsfähige Anbindung ans Netz. Anbieter wie o2 Internet stellen heute Tarife bereit, die auch datenintensive Heimvernetzung zuverlässig abdecken.

Matter-Standard und herstellerübergreifende Kompatibilität

Ein großes Hindernis der frühen Smart-Home-Jahre war die Fragmentierung: Geräte verschiedener Hersteller sprachen unterschiedliche Protokolle und ließen sich nur schwer miteinander verbinden. Der 2022 eingeführte Matter-Standard hat dieses Problem weitgehend gelöst. Seit 2024 unterstützen die meisten Neugeräte dieses Protokoll, sodass Produkte von Philips Hue, IKEA, Eve und vielen weiteren Marken problemlos in einem gemeinsamen System zusammenarbeiten. Auch die Router-Hersteller haben reagiert – so wurde kürzlich die neue FRITZ!Box 4630 speziell für Einsteiger vorgestellt, die Matter-Geräte direkt einbinden kann.

Welche Smart-Home-Geräte sich für Einsteiger wirklich lohnen

Drei Kategorien mit sofort spürbarem Nutzen

Einsteiger in die smarte Haustechnik stehen vor einer überwältigenden Auswahl an Produkten. Statt wahllos verschiedene Gadgets anzuschaffen, die am Ende ungenutzt bleiben, lohnt sich für Einsteiger ein gezielter Einstieg in solchen Bereichen, die im Alltag sofort spürbare Wirkung zeigen. Diese drei Gerätearten bringen Einsteigern den größten Nutzen.

  1. Intelligente Thermostate und Heizkörperventile: Lernfähige Systeme wie tado° passen die Temperatur automatisch an und sparen 15–25 % Heizkosten.
  2. Smarte Beleuchtung mit Bewegungserkennung: App-gesteuerte LED-Systeme steigern durch Dimmen, Zeitsteuerung und Anwesenheitssimulation Komfort und Sicherheit.
  3. Vernetzte Rauchmelder und Türsensoren: Senden bei Alarm sofort Smartphone-Benachrichtigungen – ideal für Familien und ältere Menschen.

Wer sich für vernetzte Haushaltsgeräte interessiert, findet übrigens auch spannende Einblicke dazu, ob Saug- und Wischroboter mittlerweile genauso gründlich reinigen wie der Mensch. Diese Geräte lassen sich ebenfalls problemlos in bestehende Smart-Home-Systeme einbinden.

Energiekosten senken und Sicherheit erhöhen: Konkrete Vorteile im Alltag

Die Vorteile eines vernetzten Zuhauses zeigen sich besonders deutlich beim Blick auf die Strom- und Heizkosten. Intelligente Steckdosen machen Standby-Verbrauch sichtbar und schalten Geräte nach definierten Regeln komplett ab. Kombiniert mit einem smarten Energiemanager, der Solaranlage, Wärmepumpe und Wallbox aufeinander abstimmt, entsteht ein durchdachtes Gesamtsystem.

Die Gebäudesicherheit gewinnt neben dem finanziellen Aspekt zunehmend an Bedeutung. Vernetzte Kameras, Tür- und Fenstersensoren sowie automatische Rollläden schrecken Einbrecher ab und liefern bei einem Einbruch verwertbare Aufnahmen. Es ist dabei besonders wichtig, dass die Datenspeicherung entweder lokal auf eigenen Geräten oder bei einem europäischen Cloud-Dienst erfolgt, um die strengen Anforderungen der DSGVO vollständig zu erfüllen.

Stabile Internetverbindung als Herzstück jedes Smart-Home-Systems

Egal wie durchdacht die Geräteauswahl ausfällt – ohne eine zuverlässige und schnelle Internetanbindung gerät jedes vernetzte Zuhause ins Stocken. Haushalte mit vielen aktiven Geräten brauchen eine Verbindung, die unter Last stabil bleibt. Wer beispielsweise morgens den Saugroboter startet, während parallel eine Videokonferenz läuft und gleichzeitig Musik über vernetzte Lautsprecher gestreamt wird, sollte über eine Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s verfügen. Größere Haushalte mit Überwachungskameras und Cloud-Backups benötigen deutlich mehr Bandbreite.

WLAN-Mesh-Systeme stellen sicher, dass selbst in Keller oder Dachgeschoss ein zuverlässiges und starkes Signal verfügbar ist. Viele moderne Router bieten zudem ein separates IoT-Netzwerk, das smarte Geräte konsequent vom Hauptnetzwerk trennt und dadurch die Angriffsfläche für Cyberattacken deutlich verkleinert, was die Sicherheit des gesamten Heimnetzwerks spürbar erhöht. Gerade dieser Aspekt wird oft unterschätzt, obwohl er für die dauerhafte Sicherheit des gesamten Systems unverzichtbar ist.

Fünf Praxistipps für die erfolgreiche Einrichtung eines vernetzten Zuhauses

Ein gut geplantes Smart Home muss weder kompliziert noch kostspielig sein. Mit einer durchdachten Planung, die bereits vor dem Kauf der ersten Geräte beginnt und sowohl die technischen Voraussetzungen als auch die eigenen Bedürfnisse im Haushalt berücksichtigt, lassen sich typische Anfängerfehler, die später oft nur mit großem Aufwand zu korrigieren wären, von Anfang an zuverlässig vermeiden. Diese fünf Empfehlungen, die auf praktischer Erfahrung beruhen und sich an Einsteiger wie auch an Fortgeschrittene richten, helfen dabei, den strukturierten Aufbau eines Smart Homes Schritt für Schritt so zu gestalten, dass von Anfang an eine solide und durchdachte Grundlage entsteht:

  1. Klein anfangen und schrittweise erweitern: Ein smartes Thermostat und zwei vernetzte Lampen genügen als Basis – weitere Geräte jederzeit ergänzbar.
  2. Auf ein einheitliches Ökosystem setzen: Eine Hauptplattform wählen erleichtert die Bedienung und vermeidet Kompatibilitätsprobleme.
  3. Firmware-Updates regelmäßig einspielen: Veraltete Software ist das größte Sicherheitsrisiko – automatische Updates aktivieren und kontrollieren.
  4. Gastzugang für IoT-Geräte einrichten: Ein separates WLAN für smarte Geräte schützt persönliche Daten vor deren Schwachstellen.
  5. Szenarien und Automationen definieren: Durch Verknüpfung mehrerer Geräte ermöglichen Routinen wie „Gute Nacht" die Steuerung per einzelnem Sprachbefehl.

Warum das vernetzte Zuhause kein Trend mehr ist, sondern Alltag

Der Weg vom programmierbaren Thermostat zum vollvernetzten Zuhause verlief in wenigen Jahren rasant. Offene Standards wie Matter, kontinuierlich sinkende Gerätepreise und die stetig wachsende Verfügbarkeit schneller Internetanschlüsse sorgen gemeinsam dafür, dass der Einstieg in die Welt des vernetzten Zuhauses heute so unkompliziert ist wie nie zuvor. Wer auf wenige, gut abgestimmte Geräte setzt und die Netzwerksicherheit beachtet, vereint Komfort, Schutz und Energieeinsparung im eigenen Zuhause. Die Technik ist verfügbar und wartet auf den Einsatz im eigenen Zuhause.

Quelle: Hardware-Magazin, Autor: Patrick von Brunn
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