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NEWS / Momentus 5400 PSD: Seagate liefert Hybrid-Festplatten aus

16.10.2007 13:15 Uhr

Seagate läutet offiziell eine neue digitale Speicherära ein: Mit der Auslieferung der Hybrid-Notebook-Festplatte in Stückzahlen kombiniert Seagate magnetischen Festplattenspeicher mit Flash-Memory, um hohe Stromeffizienz, schnelleres Booten und mehr Verlässlichkeit zu gewährleisten. Mit der neuen Momentus-5400-PSD-Festplatte enden die Kompromisse, die die Laptop-Hersteller bisher machen mussten, so das Unternehmen. Laptop-Nutzer wollen schnellere Systeme, doch traditionell war die Steigerung der PC-Leistung durch schnellere Komponenten gleichzusetzen mit höherem Stromverbrauch und kürzerer Akkulaufzeit.

Die Lösung des Problems soll die neue Momentus-5400-PSD-(Power Saving Drive)-Festplatte sein, die nichtflüchtigen Speicher oder Flash-Memory nutzt, um kosteneffektiv die Vorteile eines Solid-State-Disc-Laufwerks zu bieten. Die Momentus-Festplatte speichert häufig genutzte Festplattendaten auf einen 256 MB Flash-Memory, wodurch folgende Vorteile entstehen:

  • Schnellerer Boot-Vorgang: Wird das Notebook angeschaltet, müssen traditionelle Festplatten-Platter anlaufen, bevor der Boot-Vorgang beginnt. Hybrid-Platten laden die Boot-Dateien ins Flash-Memory, um diese Verzögerung zu minimieren. Läuft das Laufwerk, werden Daten simultan von der drehenden Platte und dem Flash geladen.
  • Weniger Stromverbrauch: Die Momentus-5400-PSD-Festplatte minimiert den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent (Herstellerangabe) und verlängert die Akkulaufzeit durch die Reduzierung der Plattendrehzeit. Im Hybrid-Modus fährt der Festplattenspindelmotor herunter und reduziert so den Stromverbrauch des Laufwerks.
  • Größere Zuverlässigkeit: Die Reduzierung der Plattendrehzeit verlängert die Lebensdauer der Festplatte wegen niedrigeren Verschleißes. Im Hybrid-Modus parkt das Laufwerk seine Schreib-Lese-Köpfe und ermöglicht so eine Schockresistenz von 900 G – dies entspricht einem Fall von ca. 1,80 m Höhe auf harten Untergrund.
  • Höhere Leistung: Hybrid-Festplatten beschleunigen zudem den Zugriff auf Daten. Die Windows-Vista-ReadyDrive-Technologie nutzt Vista Superfetch, um die Zugriffsmuster eines Computers zu analysieren – so wird beispielsweise ausgewertet, wie oft ein Nutzer bestimmte Dateien aufruft. Diese Daten werden dann im Flash-Memory gespeichert, um die Reaktionszeit zu verkürzen.

Genaue Preis- und Modellangaben hat man bislang nicht gemacht.

Quelle: E-Mail, Autor: Patrick von Brunn
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