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NEWS / Internet Service Provider drängen in den Sicherheitsmarkt

07.06.2006 13:00 Uhr

Der Sicherheitsmarkt kommt weiterhin nicht zur Ruhe. Amerikanischen Medienberichten zufolge plant AOL America unter dem Namen "Total Care" ein neues Software-Paket für seine Kunden einzuführen, das sich vom Umfang her durchaus mit den geplanten neuen Bundles von Microsoft, Symantec und McAfee messen lassen soll. Branchenexperten gehen davon aus, dass sich in Zukunft weitere große Internet Service Provider verstärkt im Sicherheitsbereich positionieren werden, zumal der Markt satte Wachstumsraten verspricht.

Den Schritt von AOL America, anstelle von diversen einzelnen Tools ein komplettes Sicherheitspaket anzubieten, hat man bei AOL Deutschland bereits im März dieses Jahres vollzogen. So stattet der Provider DSL-Neukunden seit diesem Zeitpunkt mit dem Security-Bundle "Power Guard" aus, das nach drei kostenlosen Monaten optional für 4,99 Euro monatlich abonniert werden kann. Wie beim erwarteten amerikanischen Paket vertraut AOL dabei auf eine Mischung aus Eigenentwicklungen und Lösungen von Drittanbietern, die teilweise wiederum mit einem eigenen Branding versehen werden. Inbegriffen sind unter anderem ein Spamfilter, Kindersicherung, Antispyware sowie die komplette InternetSecurity2006-Lösung von G Data.

"Beim wichtigen Thema Sicherheit verfolgen wir zwei Ansätze", erklärt AOL-Communications-Manager Tobias Riepe. "Zum einen bieten wir Kunden mit unserem ´Power Guard´ den notwendigen technischen Schutz. Zum anderen setzen wir auf die Vermittlung der notwendigen Medienkompetenz, was die sichere Nutzung des Internets angeht". Um Anwender besser zu schützen, müsse man diesen näher bringen, wie sie sich selber schützen könnten und wo beim Umgang mit dem Internet Vorsicht geboten sei, so Riepe. Was die Ausstattung mit einem entsprechenden Software-Bundle betrifft, verfolgt AOL Deutschland einen komplett eigenständigen Kurs. Das zu erwartende amerikanische Security-Paket wird folglich auch nicht in Deutschland zum Einsatz kommen.

Quelle: pressetext, Autor: Jochen Schembera
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