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NEWS / Microsoft mit Verlusten in der Entertainment-Sparte

27.01.2006 15:00 Uhr

Trotz oder gerade wegen der enormen Nachfrage nach der Xbox 360 im Weihnachtsgeschäft hat die Home and Entertainment-Sparte von Microsoft im vorigen Quartal rote Zahlen geschrieben. "Wir haben eine unglaubliche Nachfrage nach den neuen Produkten verzeichnet", sagte Microsoft-Sprecher Thomas Lutz. Teilweise standen die Kunden aber vor leeren Regalen. "Wir müssen jetzt in der Produktion Gas geben", erklärte Lutz, angesprochen auf die Lieferengpässe.

Insgesamt hat Microsoft im abgelaufenen Quartal 1,5 Mio. der Spielkonsolen abgesetzt, davon 900.000 in Nordamerika und 500.000 in Europa, Afrika und dem Nahen Osten (EMEA). Auf dem wettbewerbsintensiven Markt Japan, wo Sony und Nintendo die Beliebtheitsskala anführen, gingen nur 100.000 der neuen Xbox-Konsolen über die Ladentische. Damit konnte Microsofts Home and Entertainment-Sparte, in die auch das Spielkonsolensegment gerechnet wird, zwar ein sattes Umsatzplus von 13 Prozent auf 1,56 Mrd. Dollar verzeichnen, erwirtschaftete damit aber einen Verlust von 293 Mio. Dollar.

Der Konzernumsatz kletterte im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut neun Prozent auf 11,84 Mrd. Dollar. Den Nettogewinn konnte Microsoft immerhin um fünf Prozent auf 3,65 Mrd. Dollar oder 0,34 Dollar pro Aktie verbessern.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Microsoft mit Umsätzen zwischen 10,9 und 11,2 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis soll sich auf 4,5 bis 4,6 Mrd. Dollar belaufen. Für das Gesamtjahr hat Microsoft seinen Prognoserahmen sogar leicht angehoben und erwartet nun einen Umsatz in Höhe von 44 bis 44,5 Mrd. Dollar. Beim Ergebnis stellt Microsoft zwischen 17,9 und 18,3 Mrd. Dollar in Aussicht. Der Gewinn soll sich zwischen 1,28 und 1,31 Dollar pro Aktie einpendeln.

Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn
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